Zeit – Der Stoff aus dem das Leben ist

Es ist das 3. Buch des Autors nach seinen beiden erfolgsgekrönten Büchern „Die Glücksformel“. und „Alles Zufall“. Auch dieses Buch liest sich – wie seine Vorgänger – sehr gut, es ist unterhaltsam geschrieben und voller praktischer Beispiele, die auch einem der Materie nicht so nahe stehenden Leser auch den teilweise recht komplexen Stoff verständlich machen. Es ist spritzig, lehrreich und niemals seicht.

Der erste Teil schildert die neueren Ergebnisse der Neurologie und der Chronobiologie , die zeigen, dass der Mensch außer der schon länger bekannten „biologischen Körperuhr“, die ihn an den Tag- und Nachtrhythmus ankoppelt, noch eine zweite „innere Uhr“ in seinem Gehirn synthetisiert. Diese ermöglicht ihm, Zeitdauern abzuschätzen , also die Länge von Zeitspannen zu bestimmen und zu vergleichen. Der Autor streift dabei auch die interessanten Phänomene, warum uns manche Ereignisse sehr lang und andere wiederum sehr kurz erscheinen, wenn man sie mit der objektiven Uhrzeit in Beziehung setzt und deutet die wissenschaftlichen Erklärungen dazu an. Ähnliches gilt für die unterschiedlich empfundenen Längen von erlebter und erinnerter Zeit.

Der zweite Teil des Buches ist unserer modernen Hochgeschwindigkeitsgesellschaft gewidmet. Mit anschaulichen Beispielen macht Klein deutlich, warum die so beliebten „Management-Zeitspar-Kurse“ nicht so recht greifen können, da sie nur an äußerlichen Gegebenheiten herumdoktern. Der empfundene Zeitdruck ist aber häufig ein innerliches Problem, und der Autor versteht es, den selbst erzeugten und sich selbst verstärkenden Zeitnotfaktor klar zu machen und ihm Strategien entgegenzusetzen, die auf Aufmerksamkeit, Konzentration und dem Gewinn einer souveränen Zeitperspektive beruhen.

Im dritten und letzten Hauptkapitel gibt es – nach einer kurzen tour d’horizon über die Entwicklung unserer Zeitmessung – eine wunderbare Analyse unserer heutigen Zeitkultur, die in einer sehr praxisnahen sechsstufigen Anleitung gipfelt, Herr der eigenen Zeit zu werden.

(Buchbesprechung: Prof. Hubertus von Puttkamer)

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