TIKKER – Die Lebenszeituhr

Wenn ich nur noch 1 Jahr zu leben hätte – wie würde ich dann mein Leben führen?

Schon im 19. Jahrhundert baute man Uhren, bei denen zu jeder vollen Stunde ein Sensenmann erschien und ein Glöckchen läutete. Nicht der permanente pessimistische Blick auf das Ende war der Hintergrund, sondern der optimistische Blick auf den gegenwärtigen Augenblick, den Kairos. Es ging darum, den Menschen daran zu erinnern, bewusst mit seiner Zeit umzugehen.

Eine moderne Erinnerungsstütze hat nun eine Gruppe von Künstlern und Designern mit TIKKER entworfen, eine Uhr, die permanent daran erinnern soll, dass das Leben einmal enden wird und man sein Leben hier und jetzt (und nicht erst später einmal) bewusst gestaltet.

Inspiriert wurden sie offensichtlich auch von Steve Jobs, der gegen Ende seines Lebens unter anderem zitiert wird mit dem Satz:

„My favorite things in life don’t cost any money. It’s really clear, that the most precious resource we all have, is time!“

Nach Ausfüllen eines Lebenserwartungsfragebogens stellt man die Uhr TIKKER entsprechend ein und kann nun verfolgen, wie die Zeit abläuft, wie viel Zeit man noch hat bis zum Ende – statistisch gesehen. Natürlich kann niemand die Todesstunde vorhersagen – darum geht es den Entwicklern nicht. Es geht ihnen darum, zu jeder Zeit „die richtigen Entscheidungen“ zu treffen, sich stets bewusst zu sein, ob man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, ob man Dinge verschiebt oder sie lieber gleich klärt. Immerhin zeigt die TIKKER-Uhr auch die aktuelle Uhrzeit an. Es geht also nicht darum, depressiv zu schauen, wie viel Zeit man noch hat, sondern zukunftsorientiert zu überlegen, welche Prioritäten man in unserem heutigen Überangebot an Möglichkeiten setzt.

Wir haben da mal eine Frage: Braucht der Mensch eine solche Uhr?

Vielleicht kann sie für manche Menschen hilfreich sein als dauernde Erinnerungsstütze. In all dem Beschleunigungstrubel des Alltags verfällt man schließlich immer wieder der Illusion, es ginge immer so weiter, Zeit sei unbegrenzt und man könne so Manches auf später verschieben.

Es gibt aber auch einfachere Möglichkeiten, z.B. ein Spruch an den morgendlichen Badezimmerspiegel:
„Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens!“

Hier der amerikanische Werbefilm für das kickstarter-Projekt Tikker: http://www.youtube.com/watch?v=wxKLAxUzozY

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