Zeitkultur in der Stadt

Der erste „ZEIT-Kurort“

Königsfeld, eine 6000 Einwohner zählende Gemeinde im Schwarzwald, legt Wert auf einen humanen Umgang mit Zeit. Hier hat man den Wert der Muße (wieder-)entdeckt und bietet dem Gast ganz unspektakulär das Wertvollste an, was er hat: Eigenzeit.

Immer mehr Menschen stehen permanent unter Zeitdruck und haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren. „Ich habe keine Zeit !“ ist der meistverwendete Satz, mit dem wir uns als Opfer des Zeitdrucks entschuldigen. Trotz der Erfindung immer zeitsparenderer Techniken in allen Lebensbereichen leiden viele Menschen unter immer größerem Zeitmangel.
Die Beschleunigung, d.h. der Wunsch, möglichst viel in immer kürzerer Zeit immer schneller zu erreichen, hat Einzug gehalten auch in Bereiche, in denen Organismen nicht einfach gegen ihre EigenZEIT schneller „eingestellt“ werden können.

Es wächst aber bei einer immer größer werdenden Zahl von Menschen das Bedürfnis, einmal „aus der Tretmühle auszusteigen“ und die Zeit-Regie wieder selbst zu übernehmen.
Diese Menschen suchen in ihrer freien Zeit einen Ort, an dem sie wieder das eigene Zeitmaß finden, und der sie unterstützt in ihrer neuen, gesünderen Einstellung zur Zeit.
Hier kann Königsfeld etwas Einmaliges bieten, worin sich der Ort von anderen Ferienorten unterscheidet: ZEIT!
Dies war schon immer die Stärke der Bürger Königsfelds, die sich schon in den ersten Tage der Ortsgründung zeigte, und selbst Albert Schweitzer hat in Königsfeld seine „AusZEIT“ genommen.
Königsfeld hat sich auf den Weg zum ersten „ZEIT-Kurort“ gemacht.

Königsfeld hat viele „ZEIT-Schätze“ zu bieten, die man als Gast entdecken kann. Der Gast in Königsfeld spürt, dass die Menschen hier anders, bewusster mit Zeit umgehen und dies kann ihm helfen auf der Suche nach einem neuen Zeiterleben.

Die ZEIT ist reif – für Königsfeld !

An über 40 Eigenzeit-Stationen im Ort und in der Umgebung findet man als Gast Angebote, welche die Suche nach der eigenen Zeit unterstützen.

Mehr dazu unter: www.eigenzeitort.de

Citta slow

Zahlreiche Städte in Italien (z.B. Orvieto) werben mit dem Markenzeichen „Citta slow“ für einen ruhigeren Umgang mit Zeit in ihrer Stadt.
Waldkirch, eine Stadt im Schwarzwald, hat sich ebenfalls diesem Motto angeschlossen und arbeitet nach den Grundlagen der „Citta slow“.

Die Zeiten der Stadt – Das Bremer Zeitbüro

Die Steigerung der Alltagsqualität durch die Verbesserung städtischer Zeitstrukturen ist das Ziel verschiedener Projekte in Bremen. Ein Projekt ist das „Zeitbüro“ in Bremen-Vegesack. Zentrale Handlungsfelder des Zeitbüros sind die Synchronisierung von Öffnungszeiten zur Innenstadtbelebung, alltagstaugliche und zeitsparsame Mobilitätsstrukturen und eine stärkere Bürgerorientierung der Verwaltung.

Bozen – Auf den Menschen abgestimmte Zeiten

In Bozen wird Zeitpolitik als Chance für mehr Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger verstanden. Man interpretiert Bozen als Chronotop, als Ort gelebter Zeiten.

In der ersten Zeit waren vor allem Schalterdienste in öffentlichen Verwaltungen ein heißes
Thema. Angepasste Schalterstunden, vereinfachte Verwaltungsakte, Mehrzweckschalter,
aber auch flexiblere Zeitangebote bei der familiären Betreuung, Zeitbanken und
eine stärkere Kundenorientierung – sowie schließlich insgesamt die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie – standen im Vordergrund. Es kam zur Einrichtung eines „Bürgerschalters“
in allen Stadtteilen von Bozen.
Die Empfangstheke am Rathaus wurde in einen „angenehmen“
Warteraum umgewandelt und der Donnerstag schließlich als Bürgertag, an dem
alle Ämter einheitliche, leicht zu merkende und besonders lange Öffnungszeiten haben,
eingeführt. Diese Entwicklung war so erfolgreich, dass sich auch immer mehr private Unternehmen dieser Entwicklung anschlossen.
Später wurde der Qualität der Zeit mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Zeitbanken als neue Form der Nachbarschaftshilfe sollen ebenfalls weiter verbreitet werden.
Nach der Einführung flexiblerer Zeiten geht es in einem konkreten Projekt noch einmal
um die grundsätzliche Befassung mit den Zeiten der Kinder und den Zeiten der Schule.
Auch hierbei steht die Qualität der Zeit der Kinder und der Schulen im Vordergrund. Die
Stadt Bozen will ein strategisches Gesamtkonzept hierzu entwickeln. Erfolge in der Zeitpolitik werden allerdings von den Betroffenen nicht unmittelbar als Politik wahrgenommen und Zeitpolitik bringt keine repräsentativen Bauten hervor. Dies macht das adäquate „Verkaufen“ der Zeitpolitik schwierig. Eines der großen verbleibenden Probleme ist deshalb die(ökonomische) Bewertung von zeitlicher Qualität.

Das Projekt „Zeiten der Stadt“ in Bozen:
http://www.gemeinde.bozen.it/context.jsp?ID_LINK=771&area=19

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